Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für einen sicheren Frankreichurlaub

Damit auch 2020 ein sorgloser Urlaub in Frankreich möglich ist, haben die französischen Tourismuseinrichtungen umfassende Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Hier eine Übersicht.

Aktuelle Informationen zu Regionen, die derzeit in Deutschland als Risikogebiete eingestüft werden, finden Sie in unserem Artikel "Coronavirus: Maßnahmen und Einreisebestimmungen"

Die wichtigsten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen im Frankreichtourismus

Die Regierung hat ein Poster mit dem Titel "Unsere Einrichtung verpflichtet sich (Externer Link) " veröffentlicht, das alle Fachleute am Eingang ihrer Einrichtung aushängen können, sofern sie die Maßnahmen und Empfehlungen zur Gewährleistung der Sicherheit aller umsetzen.

Maskenpflicht

In Frankreich war das Tragen einer Maske bisher bereits in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Cafés, Restaurants und Bars (s.u.) Pflicht.
Seit dem 20. Juli herrscht in allen öffentlichen geschlossenen Gebäuden (z.B. in Supermärkten, Geschäften, Museen, Behörden, Banken, Kinos, Sporteinrichtungen, gemeinschaftlich genutzten Räumen von Hotels) Maskenpflicht.

Seit dem 10. August gilt in vielen Städten Frankreichs außerdem eine Maskenpflicht für bestimmte stark frequentierte Orte im Freien.

Seit dem 28. August gilt in Paris sowie in den Départements Seine-Saint-Denis, Hauts-de-Seine und le Val-de-Marne eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum. Nur Radfahrer und Jogger sind in Paris davon ausgenommen. In Marseille gilt bis Ende September eine generelle Maskenpflicht.

Für Kinder gilt die Maskenpflicht ab 11 Jahren.

Bei Missachtung der Maskenpflicht kann eine Geldstrafe von 135€ fällig werden. Im Wiederholungsfall innerhalb von 14 Tagen werden 1.500 € fällig.

Hygienemaßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln

In Frankreich gelten keine Verkehrsbeschränkungen mehr. In allen öffnetlichen Verkehrmitteln in Frankreich gilt Maskenpflicht. Zusätzliche Hygienemaßnahmen wie die regelmäßige Desinfektion von Oberflächen wurden eingeführt. Zudem wird in Bahnhöfen und Flughäfen kostenslos Händedesinfektionsmittel verteilt und es wird hier darauf geachtet, dass der Sicherheitsabstand zu jeder Zeit eingehalten werden kann.

Zugverkehr
Das Tragen einer Maske (vom Abfahrts bis zum Ankunftsbahnhof) ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, inklusive TGV, TER und Intercités der SNCF Pflicht. Auch eine vorherige Sitzplatzreservierungen kann gefordert werden.

Busse, Metro, Straßenbahnen
Alle Anbieter des Öffentlichen Nahverkehrs desinfizieren ihre Verkehrsmittel mindestens ein mal pro Tag. Es muss mindestens ein Meter Abstand zum Fahrer eingehalten werden. Auch zu anderen Mitfahrern muss Abstand gehalten werden.

Flugverkehr
Die Maskenpflicht gilt ebenfalls für den Flugverkehr. Das Tragen einer Maske ist im Flughafen und an Bord vorgeschrieben. Fluggäste der Airline Air France müssen eine chirurgische Maske tragen. Markierungen und Sicherheitsvorrichtungen garantieren den Sicherheitsabstand bei Check-In und das Bording. Online-Checking wird jedoch dringend empfohlen.
In den Pariser Flughäfen wird Fieber gemessen. Am Flughafen Orly werden ab dem 26. Juni wieder kommerzielle Flüge angeboten.

Taxis und Mitfahrgelegenheiten
Für Taxis wird die Installation einer Plexiglasscheibe oder einer ähnlichen räumlichen Trennung zwischen Fahrer und Kunden empfohlen. Der Beifahrersitz muss frei bleiben und der Sicherheitsabstand muss stets eingehalten werden. Der Fahrer darf einem Mitfahrer, der keine Maske trägt, den Zutritt verweigern. Autos müssen täglich desinzifiert werden.

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Unterkünfte

Hotels, Gästezimmer, Campingplätze und andere Urlaubsunterkünfte sind nun in ganz Frankreich wieder geöffnet. Die Unterkünfte setzen strenge, von der Regierung geprüfte Gesundheitsprotokolle um. Darüber hinaus verfügen einige französische Hotelketten über private Labels, die die ordnungsgemäße Anwendung der Hygienemaßnahmen (regelmäßige Desinfektion, Begrenzung der Personenzahl, Bodenmarkierung usw.) bescheinigen, wie beispielsweise das von Accorhotels mit Bureau Veritas entwickelte Label.

Plexiglas in Gemeinschaftsräumen, reduzierte Anzahl an Personen, die sich zur gleichen Zeit an einem bestimmten Ort aufhalten dürfen, Bodenmarkierungen, regelmäßige Desinfektion... Dies sind die Hygienemaßnahmen, die von Campingplätzen und Anbietern wie Pierre & Vacances-Center Parcs durchgeführt werden, um einen sicheren Urlaub in Frankreich zu ermöglichen.

Auf französischen Campingplätzen werden die Schwimmbäder gechlort und desinfiziert und das Personal wird in den notwendigen Hygienemaßnahmen geschult, so der Französische Verbund für Unterkünfte im Freien. Desinfektionsmittel und Masken werden zur Verfügung gestellt. Die Campingplätze bieten genügend Freiraum, so dass es kein Problem darstellt, Menschenansammlungen auf engstem Raum zu verhindern. Auch Ferienlager sind seit dem 22. Juni 2020 wieder in Frankreich erlaubt.

Auch Ferienclubs wie Club Med, Odalys und Belambra setzen umfassende Hygienemaßnahmen um, damit die Sicherheit der Reisenden gewährleistet ist, wie z.B. Markierungen zur Abstandseinhaltung, Reinigungsprotokolle (auch für Schwimmbäder, Saunas, Hammams und Spielbereiche), noch häufigere Reinigung der Unterkünfte, Personalschulungen.

Strände, Seen, Gewässer und Wassersportzentren

Seit dem 2. Juni sind die französischen Strände wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch Wassersportaktivitäten in Seen, Wassersportzentren und anderen Gewässern sind wieder erlaubt.

Schwimmbäder

In der grüne Zone sind Schwimmbäder und ähnliche Einrichtungen seit dem 2. Juni wieder geöffnet. Es werden Wasseraufbereitungsmaßnahmen mit Chlor oder zusätzlicher ultravioletter Strahlung durchgeführt, die vorherige Online-Buchung ist Pflicht. Der Eintritt in die Schwimmbäder erfolgt in kleinen Gruppen und in den Umkleideräumen werden ebenfalls Social-Distancing-Maßnahmen getroffen. In orangefarbenen Zonen dürfen Schwimmbäder seit dem 22. Juni wieder öffnen.

Geschäfte und Einkaufszentren

Die meisten Geschäfte wurden am 2. Juni mit spezifischen Gesundheitsmaßnahmen wieder eröffnet: Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Bereitstellung von Desinfektionsmittel, Beschränkung der Personenzahl im Geschäft. Die Öffnung von Einkaufszentren, die größer als 70.000 m2 groß sind, kann in den orangefarbenen Zonen vom Präfekten verboten werden. Der Einzelhandel kann jedoch wieder öffnen.

Bars, Cafés und Restaurants

Eine bereits erwartete Ankündigung der zweiten Lockerungsphase: Seit dem 2. Juni sind Bars, Cafés und Restaurants in der grünen Zone wieder geöffnet. In orangefarbenen Zonen haben bisher nur Terrassen im Freien wieder geöffnet. Zustell-, Abhol- und Zimmerservice ist erlaubt. In ganz Frankreich gelten strenge Hygienevorschriften: Maximal 10 Personen pro Tisch, ein Abstand von einem Meter zwischen den Tischen, Maskenpflicht für Personal und Kunden, die sich im Lokal bewegen. Am Tisch kann die Maske abgenommen werden.

Veranstaltungsorte und Theater

Hinter den Kulissen wurden die Aktivitäten am 11. Mai wieder aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt können Künstler an ihre kreativen Schauplätze zurückkehren, um ihre Shows zu proben. In grünen Zonen wurden Theater und Aufführungssäle am 2. Juni wieder eröffnet. Das Tragen einer Maske ist hier ebenfalls Pflicht. Hinzu kommt, dass Abstandsregelungen (wie z.B. das Freilassen eines Sitzplatzes zwischen jedem Zuschauer) eingeführt wurden, um die Gesundheit aller zu schützen. In der orangefarbenen Zone bleiben diese Betriebe vorerst geschlossen, werden aber voraussichtlich ab dem 22. Juni mit ähnlichen Maßnahmen wiedereröffnet.
Quelle: service-public.fr und Gouvernement.fr

Festivals und Konzerte

Festivals und Konzerte werden diesen Sommer unter besonderen Umständen in Frankreich stattfinden: Es dürfen maximal nur 5.000 Personen teilnehmen, um insbesondere die Abstandsregeln einhalten zu können. Die Unterschiede zwischen Veranstaltungen im Freien und solchen in geschlossenen Räumen müssen noch geklärt werden, wie Prodiss, Frankreichs größter nationaler Verband für Musik- und Varietéshows, anmerkt. Auf jeden Fall muss beachtet werden, dass viele Festivals und Veranstaltungen auf den Herbst oder auf das kommende Jahr verschoben wurden. Eine guter Grund, um erneut nach Frankreich zu reisen!

Quelle: service-public.fr

Kinos

Die französischen Kinos haben einstimmig beschlossen, ab dem 22. Juni wieder in ganz Frankreich zu öffnen. Die Regierung und die Fédération nationale des cinémas français haben sich daher auf das zu folgende Protokoll geeinigt, das hier (Externer Link) zugänglich ist. Das Tragen einer Maske ist Pflicht, die Online-Sitzplatzreservierung wird dringend empfohlen. Personen, die mit der Familie oder Freunden zu einer Vorführung kommen, können nebeneinander sitzen, ansonsten muss zwischen zwei Personen immer ein Platz frei gelassen werden.


Freizeitparks

Gute Nachrichten für Liebhaber des Disneyland Paris, des Parc Astérix und des Puy du Fou. In der grünen zone haben Freizeitparks seit dem 2. Juni mit einer maximalen Kapazität von 5.000 Personen und zusätzlichen Abstands- und Desinfektionsmaßnahmen (insbesondere in den Warteschlangen) offiziell wieder geöffnet. In orangefarbenen Zonen gilt dies seit dem 22. Juni.

Quelle: service-public.fr

Museen und Denkmäler

Seit dem 2. Juni ist die Wiedereröffnung von Museen und Denkmälern zwar in ganz Frankreich erlaubt, aber bisher sind noch nicht alle Museen und Denkmäler wieder geöffnet. Die Öffnung findet zwischen Ende Mai und Anfang Juli statt, damit die Kulturschaffenden alle Vorkehrungen treffen können. Das Tragen einer Maske und die voherige Online-Buchung sind Pflicht. Die Rundgänge sind so gestaltet, dass die Zahl der gleichzeitig im selben Raum anwesenden Besucher eingeschränkt wird.
Eine Karte der wieder geöffneten Kulturstätten wird regelmäßig auf der Webseite des Kulturministeriums (Externer Link) aktualisiert.

Quelle: Kulturministerium

Flusskreuzfahrten/Bootsverleih

Flusskreuzfahrtgesellschaften sind wieder auf den Wasserstraßen unterwegs. Die Voies navigables de France (VNF) argumentieren, dass es eine gute Möglichkeit ist, Ferien in „wenig frequentierten Gebieten (...) in kleinen Gruppen“ zu verbringen. Der Verleih von Kleinbooten scheint der ideale Weg zu sein, um Barrieregesten und soziale Distanzierung unter allen Umständen weiterhin einzuhalten. Auch die Boote werden regelmäßig desinfiziert. Das Wasserstraßennetz erstreckt sich über 8.500 km Flüsse und Kanäle.

Professionelle Bootsvermieter wie Le Boat, private Charterplattformen wie Click & Boat und private Kreuzfahrtveranstalter wie Green River Cruises und GlobeSailor gewährleisten die Sicherheit ihrer Kunden. Erstere setzen auf einen "völlig unabhängigen" Urlaub an Bord dank "Bootsmietung ohne Führerschein". Bei allen Anbietern gilt, dass die Boote vor der Ankunft der Kunden vollständig gereinigt und desinfiziert werden. Die Kontakte beschränken sich auf das strikte Minimum, insbesondere durch Online-Registrierung, Check-in und Check-out. Die Privatisierung von Schiffen ist für ungefähr 10 Personen möglich. Flusskreuzfahrtveranstalter stellen beim Einsteigen Masken, Handschuhe und hydroalkoholisches Gel zur Verfügung. Auch die Boote und Anlegestellen werden zwischen jeder Fahrt gereinigt und desinfiziert.


Beachten Sie schließlich, dass die französischen Touristeninformationen mobiliert sind, um aktuelle Infos über die kulturellen Orte, Museen, Restaurants und Erholungsgebiete in der jeweiligen Gegend bereitzustellen.

Zur Erinnerung: Die Lockerung der Maßnahmen, die im Rahmen der Covid-19-Epidemie eingeführt wurden, erfolgt in drei Phasen:

Phase 1: vom 11. Mai bis 1. Juni 2020
Phase 2: 2. Juni bis 21. Juni 2020
Phase 3: 22. Juni bis Mitte Juli 2020

In Mayotte und Guyana (orange Zone) kann es zu verschärften Sicherheitsvorschriften kommen.of

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