Tour de France 2019: 7 Ausflugstipps entlang der Strecke

Am 6. Juli beginnt in Brüssel die 106. Ausgabe des größten Radrennens der Welt. Ab der dritten Etappe kehren die Fahrer und die Karawane der Tour wieder auf Frankreichs Straßen zurück, die von nun an nicht mehr verlassen werden - bis zum Zielsprint auf den Champs-Elysées in Paris am 28. Juli. Von der Champagne über das Elsass, die Pyrenäen, Okzitanien und die Provence bis hin zu den Alpen garantieren die 3.400 Kilometer des offiziellen Streckenverlaufs 2019 Spannung und Sensationen. Die Strecke ist auch voller schöner Ausflugsziele. Die perfekte Gelegenheit, Frankreich und die Schätze seiner Regionen zu erkunden.

Von Epernay nach Reims - Champagner!

Noch niemand weiß, wer diese 3. Etappe gewinnen wird, denn vor dem Endsprint sind einige Hügel zu erklimmen. Sicher ist jedoch, dass die von Weinbergen umgebene Hauptstadt der Champagne für den Gewinner die Champagnerkorken knallen lassen wird und auch am nächsten Tag, bei der Abfahrt aus Reims, wird die Stimmung noch genauso ausgelassen sein. Um mehr über die Geheimnisse dieses einzigartigen Getränks zu erfahren, ist ein Besuch in einer Kellerei unabdingbar. In Boursault führen Sie Charlotte und Hervé Le Gallais auf spannenden weintouristischen Rundgängen durch den Familienbetrieb. In Reims stellt Ruinart, das älteste Champagnerhaus, seine kostbaren Flaschen 38 Meter unter der Erde aus.

Belchenhüpfen zwischen den Vogesen und dem Elsass

Um von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar im Elsass zu gelangen, müssen die Fahrer der Tour zuerst die berüchtigte Steigung zur Hohkönigsburg meistern, einer beeindruckenden Festung mit einem fantastischen Panoramablick über die Elsass-Ebene und die Vogesen. Bei klarem Wetter sieht man von hier sogar bis zu den Alpen und dem Mont Blanc. Am Tag darauf wird die Fahrt auf den Ballon d’Alsace (dt. Elsässer Belchen) die ganze Kraft und Konzentration der Fahrer beanspruchen. Sie werden wohl kaum Gelegenheit dazu haben, die berühmte blaue Bergkette der Vogesen zu bewundern. Ganz im Unterschied zu Ihnen! Nutzen Sie die Gelegenheit, um die Wanderschuhe anzuziehen und den Grand Ballon (dt. Großer Belchen) zu umrunden oder die Vogesenfront entlangzuwandern. Auf dem Programm stehen: Natur, frische Luft und köstliche Gastronomie!

Albi: im Herzen von Okzitanien

Am 16. Juli macht die Karawane der Tour de France eine wohlverdiente Pause in Albi, bevor sie nach Toulouse und in die Pyrenäen weiterfährt. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Gegend rund um die „rote Stadt“ zu erkunden. Albi ist eine prächtige Bischofsstadt und ihre aus Backstein gebaute, befestigte Kathedrale zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie befinden sich mitten in Okzitanien, im wunderschönen Departement Tarn, wo es viele schöne Orte und köstliche Restaurants zu entdecken gibt. Das Château de Salettes, zum Beispiel, liegt weniger als 30 Kilometer von Albi entfernt. Das ehemalige Anwesen der Familie Toulouse-Lautrec erfreut sich einer wunderschönen Lage in den herrlichen Weinbergen von Gaillac. Klingt doch verlockend, oder?

Sturm auf die Pyrenäen

Mit der Pyrenäenetappe nähert sich das Peloton dem Hochgebirge. An den Straßenrändern ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Zwischen Toulouse und Foix führt die Strecke über Pau, Tarbes und Barège. Es gilt, die Fahrer fest anzufeuern, denn sie müssen nicht weniger als neun Pässe hinter sich bringen, darunter den berühmten Col du Tourmalet auf 2.115 m Höhe.

Sie möchten sich ein wenig aus dem Staub machen und die Ruhe der Almen genießen? ROC, das Refuge Out of the City nur 30 Kilometer von Pau entfernt, ist ein echter Geheimtipp mitten im Ossautal. Sie haben Lust sich selbst zu übertreffen? Machen Sie einen Abstecher in Richtung Osten zum Pic du Canigou. Oben angekommen, erwartet Sie, egal ob Sie den Berg zu Fuß oder mit dem Mountainbike erklommen haben, eine großartige Belohnung: der herrliche Ausblick auf das Mittelmeer aus 2.784 m Höhe. Wow!

Nîmes: Arenen und Radsport

Im Jahr 2019 bleibt die Tour de France neun Tage in Okzitanien. In Nîmes, der antiken und schönen Hauptstadt des Departements Gard, wird ein Ruhetag eingelegt und am nächsten Tag eine 177 km langen Schleife gefahren. Eine ideale Gelegenheit zu einer kulturellen Pause und, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu entdecken, darunter das brandneue, von der Architektin Elisabeth de Portzamparc entworfene Musée de la Romanité (dt. Museum für Romanität) gegenüber den 200 Jahre alten gallo-römischen Arenen.

Provence: Radfahren auf dem Pont du Gard

Der Pont du Gard ist das meistbesuchte antike Bauwerk Frankreichs. Das kolossale, aus anmutigen Arkaden bestehende Aquädukt wiegt rund 50.000 Tonnen. Es ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und nur mehr als würdig, als prächtige Kulisse zum Auftakt einer Etappe der Tour de France zu fungieren. Am 24. Juli ist es soweit. Hoffentlich beflügelt die Schönheit des Ortes die Fahrer dazu, die 206 Kilometer lange Etappe zu überwinden und Gap im Departement Hautes-Alpes zu erreichen.

Höhenluft in den französischen Alpen

Das Peloton wird jede Menge Elan brauchen, um den alpinen Abschnitt des Rennes, der den krönenden Höhepunkt vor der Zielgeraden auf der Champs-Elysées in Paris bildet, zu bestreiten. In den Alpen führen sechs Etappen über die 2.000 m Grenze hinaus, darunter die Etappe des Col de l'Iseran, des höchsten französischen Straßenpasses und gleichzeitig auch des höchsten Punkts der Tour de France 2019. Bei dieser Höhe wid Ihnen schwindlig? Nehmen Sie sich die Zeit, einige Zwischenstopps einzulegen, um die Handwerker der französischen Alpen kennenzulernen, die mit Herz und Seele einzigartige Stücke aus Leder, Holz, Stein und Erde anfertigen.

Noch mehr
erfahren