Klassische französische Gerichte zum Nachkochen für Zuhause

Holen Sie sich den Geschmack Frankreichs nach Hause! Die französische Küche bietet viele Klassiker, die man definitiv einmal probiert haben sollte. Die meisten davon lassen sich auch von Anfängern gut zubereiten und benötigen keine besonders ausgefallenen Zutaten. Versuchen Sie sich doch einmal an Coq au Vin, Ratatouille, Tarte au citron & Co - und erleben Sie zuhause einen französischen Genussmoment!

In diesem Artikel möchten wir Ihnen die verschiedenen Spezialitäten und ihre Ursprünge lediglich vorstellen. Da es sich aber um echte Klassiker handelt, sollten Sie passende Rezepte leicht auf verschiedensten Webseiten rund ums Thema Kulinarik sowie in diversen Kochbüchern finden. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie mit uns einige der bekanntesten Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte sowie ein paar traditionelle französische Desserts.

Fleischgerichte

Boeuf bourguignon

Wie der Name schon teilweise verrät, stammt das Schmorgericht "Boeuf bourguignon" aus dem Burgund. Die Region ist für ihre Charolais-Rinder und ihren Wein bekannt – und genau diese beiden Zutaten sind auch die Basis des Boeuf bourgignon. Selbstverständlich lässt es sich aber genauso gut mit Rindfleisch anderer Rinderrassen zubereiten. Zusammen mit Pilzen, Zwiebeln, Karotten, Speck und Kräutern ergibt sich so ein vollmundiger, aromatischer Schmortopf, der vor allem an kühleren Tagen genussvolle Wohlfühlmomente verspricht.

Coq au Vin

Ähnlich wie auch schon das Boeuf bourgignon wird auch bei Coq au vin das Fleisch langsam in Rotwein geschmort – in diesem Fall allerdings bevorzugt ein Hahn, traditionell im Ganzen. Allerdings ist selbst in Frankreich Hahn nicht immer so leicht zu bekommen, weshalb man gern und oft auf große Hühnerschenkel als Alternative zurückgreift. Zusammen mit dem Fleisch werden Karotten, Champignons, Speck, Zwiebel, Knoblauch und Kräuter geschmort. Als Beilage eignen sich zum Beispiel Rosmarinkartoffel.

Flammkuchen - Tarte flambée

Der Flammkuchen ist ein französischer Klassiker aus dem Elsass. Ein sehr dünn ausgerollter Brotfladen wird hierfür mit Sauerrahm oder Crème fraiche bestrichen und mit Speck und Zwiebeln belegt. Traditionell wurde der Flammkuchen vor dem Brot im Holzofen gebacken, um die Temperatur des Ofens für das Brotbacken besser einschätzen zu können. Der Fantasie sind beim Belegen jedoch keine Grenzen gesetzt, selbst süße Varianten mit Äpfeln oder Birnen und Zimt sind möglich. Hierzulande bieten manche Supermärkte inzwischen sogar speziellen Flammkuchen-Teig oder auch fertige Flammkuchen im Tiefkühlregal an.

Quiche Lorraine

Quiche lorraine wird übersetzt auch als Lothringer Specktorte bezeichnet und stammt, wie auch schon der Flammkuchen, aus Ostfrankreich. Die Basis bildet ein Mürbteig, der in einer runden Tarte-Forme gebacken wird. Der Belag besteht aus Speck, Lauch und einem Eier-Schlagobers-Gemisch. Bisweilen wird auch geriebener Käse beigemischt und Zwiebel statt Lauch verwendet, inzwischen werden aber zahllose Variationen einer "Quiche" angeboten. Lachs, Spinat, Mangold, Ei… Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

Fisch & Meeresfrüchte

Moules frites

Moules frites sind in Gemüsesud (oftmals auch mit einem Schuss Weißwein) gekochte Miesmuscheln, die mit Pommes frites als Beilage serviert werden. Ganz traditionell werden sie dabei in schwarzen Emaille-Töpfen zubereitet. Ein Gericht, das sich besonders in Nordfrankreich großer Beliebtheit erfreut.

Salade niçoise

Hierzulande auch als Nizza-Salat bezeichnet, ist der Salade niçoise ein provenzalisches Gericht, das der Region um die Stadt Nizza an der Côte d’Azur zugeschrieben wird. Der Salat besteht üblicherweise aus Prinzessbohnen, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, hart gekochten Eiern und Thunfisch sowie Sardellenfilets und Oliven. Man sieht jedoch gelegentlich auch Blattsalatsorten als Beimischung. Schmeckt am besten mit einem französischen Weißbrot und einem Glas Rosé!

Vegetarische Gerichte

Ratatouille

Bei Ratatouille handelt es sich um ein Gericht aus geschmortem Gemüse. Wie auch schon Salade niçoise stammt auch die Ratatouille aus Südfrankreich, genauer gesagt aus der sonnenverwöhnten Provence. Die verwendeten Gemüsesorten sind meist Auberginen, Zucchini, Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch, welche mit Olivenöl und Kräutern der Provence geschmort werden. Die Ratatouille wird gern als Vorspeise serviert und kann kalt oder warm verzehrt werden, eignet sich aber auch hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten.

Zwiebelsuppe

Man könnte argumentieren, dass die gute alte Zwiebelsuppe nicht unbedingt nur ein "französisches" Gericht ist, denn ähnliche Rezepte finden sich in fast allen europäischen Küchen. Nichtsdestotrotz gilt die Pariser Zwiebelsuppe als eine der bekanntesten weltweit. Aufgrund der billigen, leicht verfügbaren Zutaten war die Zwiebelsuppe lange ein Essen der Armen. Besonders an kalten Wintertagen ist sie ein herrliches, deftiges Wohlfühlgericht, das schnell und einfach zubereitet werden kann. Gut zu wissen: In Frankreich isst man Zwiebelsuppe traditionell um 5:00 Uhr morgens am Neujahrstag. Wie hierzulande die Gulaschsuppe gilt sie nämlich als deftiger Snack, um nach einer feuchtfröhlichen Nacht schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Tapenade

Die Tapenade ist ein aus Südfrankeich stammender Brotaufstrich aus Oliven, Knoblauch, Sardellenfilets und Kapern. Die Zubereitung ist denkbar einfach, das Ergebnis einfach köstlich zu frischem Weißbrot. Ideal für einen Aperitif oder auch als Snack für ein bisschen Südfrankreich-Flair für zwischendurch.

Kuchen & Desserts

Tarte au citron (Zitronentarte)

Mit ihrem knusprigen Mürbteigboden, der fruchtig-säuerlichen Zitronencreme und der fluffig-süßen Baiserhaube ist die Zitronentarte eines der beliebtesten französischen Desserts. Natürlich passt der Kuchen aber auch wunderbar zum Nachmittagskaffee! Die einzige Herausforderung für Einsteiger: das Flambieren der Eischneehaube. Aber Sie werden sehen – Übung macht den Meister!

Macarons

Im Gegensatz zu vielen anderen französischen Süßspeisen gelten Macarons als äußerst schwierig in der Zubereitung, sie sind also eher etwas für fortgeschrittene Hobbyköche und –pâtissiers. Das Geheimnis liegt im Teig, der zum Zeitpunkt des Backens etwas angetrocknet sein muss. Viele schwören außerdem auf spezielle Backmatten, das akribische Durchsieben sämtlicher Zutaten… Sie sehen schon, bei Macarons gilt es, auf viele kleine Details zu achten! Aber das Ergebnis ist den Aufwand allemal wert: die süßen, bunten Häppchen überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch. Eigentlich fast zu schön, um vernascht zu werden… Was die Geschmacksvielfalt betrifft, so sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt, von Vanille über Schokolade bis hin zu Heidelbeer, Pistazie oder Salzkaramell ist alles möglich, was Ihnen besonders schmeckt.

Tarte Tatin (Apfeltarte)

Die Tarte Tatin ist ein traditioneller französischer Apfelkuchen, der "kopfüber" in der Form gebacken wird. Die Äpfel werden dabei mit Zucker ganz unten in die Form geschichtet und karamellisieren so während des Backvorganges. Neben Äpfeln eignen sich auch andere Früchte wie Birnen, Quitten oder Marillen für die Tarte Tatin. Am besten schmeckt sie übrigens frisch aus dem Ofen, wenn sie noch warm ist, mit einem Häubchen Crème fraiche oder einer Kugel Vanilleeis!

Crêpe Suzette

Um die Entstehung der Crêpe Suzette ranken sich einige Legenden. Fest steht jedenfalls, dass es sich die typischen französischen Crêpes der Bretagne handelt (hauchdünne Palatschinken), die in einer Marinade aus Orangenlikör und Orangensaft flambiert werden. Ein köstliches, fruchtig-süßes Dessert, das sich bis heute in Frankreich großer Beliebtheit erfreut.

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