Ausstellung "Tolkien, eine Reise nach Mittelerde" in Paris

Fans der Fantasy Literatur aufgepasst! Die Ausstellung, die J.R.R. Tolkien, einem Meister seines Genres, vom 22. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020 in der BnF in Paris gewidmet ist, sollte man sich nicht entgehen lassen: "Tolkien, eine Reise nach Mittelerde".

Tolkien und sein magisches Universum sind zu Gast in der Bibliothèque nationale de France. Es handelt sich um eine der größten derzeitigen Ausstellungen in Paris. Tolkien, der 1937 als Schriftsteller für junge Menschen wahrgenommen wurde, als er seinen liebenswerten Helden "Bilbo den Hobbit" der Öffentlichkeit vorstellte, war weit davon entfernt, zu glauben, dass die Saga Herr der Ringe ihn zu einem der größten Fantasy Autoren machen würde.

Die größte Tolkien-Ausstellung, die je stattgefunden hat

Diese erste Ausstellung in Frankreich, die den Autor, Philologen und Universitätsprofessor sowie seine Arbeiten präsentiert, ist die größte, die jemals zu diesem Thema stattgefunden hat und versammelt rund 300 außergewöhnliche Werke auf mehr als 1000 m².

Die Ausstellung, die als Reise nach Mittelerde konzipiert ist, ermöglicht den Besuchern, die imaginäre Welt des Autors von Der Herr der Ringe, seine Landschaften, Völker und Sprachen, die allesamt vom ehemaligen Lehrer für mittelalterliche Sprachen und Literatur in Oxford erfunden wurden, zu erleben.

Was entdecken wir bei der Tolkien-Ausstellung in der BnF Paris?

Durch seine vielen Geschichten schuf der sehr produktive J.R.R. Tolkien sein eigenes Universum, mit eigener Geographie und imaginären Kartographie, einer besonderen Architektur und erfundenen Völkern mitsamt ihrer Geschichte, Sprachen, Helden und Künsten. Eine wahrhaft moderne Mythologie, durch die Tolkien einen Weg suchte, über die reale Welt zu sprechen und sich gleichzeitig von den Einschränkungen unserer üblichen Wahrnehmungen zu befreien.

Diese außergewöhnliche Ausstellung ist eine großartige Gelegenheit, die bekannten und unbekannten literarischen Werke des Autors durch zahlreiche Manuskripte und Originalzeichnungen, die die Geschichte von Mittelerde nachzeichnen, sowie eine Auswahl außergewöhnlicher Stücke, die größtenteils aus der Sammlung der BnF stammen, zu erkunden oder wiederzuentdecken.

Tolkiens Originalmanuskripte und Zeichnungen sind das Herzstück dieser Reise. Oft kalligraphiert oder mit Diagrammen und Zeichnungen verziert, sind diese Manuskripte wahre Kunstwerke. Zusammen mit den Karten, die der Autor selbst und Christopher Tolkien gezeichnet haben, vermitteln sie ein Verständnis dafür, wie Tolkien das komplexe Universum von Mittelerde erschuf.

„In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit…“

Der erste Teil des Ausstellungsrundwegs zeichnet einige aufeinanderfolgende Kapitel nach, und zwar in der exakten Anzahl an Stationen in Mittelerde, vom „Auenland“ bis nach „Mordor“, dann weiter nach „Valinor“. Jeder Ort und jedes Gebiet bietet Anlass dazu, sich mit den literarischen, kulturellen oder sprachlichen Fragen zu befassen, die Tolkiens Werk zugrunde liegen.

Die Ausstellung basiert auch auf berühmten Passagen aus Der Hobbit und Der Herr der Ringe, Gedichten in elbischer Sprache sowie einer Sprachstammnachbildung der erfundenen Sprachen.... Die Zeichnungen zeigen, wie Tolkien selbst seine Welt, die Landschaften, die Städte und Türme konzipiert hat.

Andere Dokumente, wie beispielsweise eine seltene Ausgabe von Beowulf, illustriert von William Morris, nordische Geschichten oder mittelalterliche Manuskripte, vermitteln ein Verständnis für die englischen Wurzeln des Autors. Gravuren, Gemälde, Beleuchtungen, Objekte und Waffen stellen die imaginäre Vorstellung, die bei dem Leser hervorgerufen wird, in einen Kontext.

Die ausgestellten Werke stammen allesamt aus den wertvollsten Sammlungen der BnF (aus den Bereichen Seltene Bücher, Manuskripte, Münzen, Medaillen, Antiquitäten, ...) oder von renommierten Institutionen wie dem Musée de l'Armée, dem Musée des Arts Décoratifs, dem Petit Palais, der Bibliothèque nordique oder dem Musée d'Orsay.

Der zweite Teil der Ausstellung "Zurück nach Oxford" konzentriert sich auf die Persönlichkeit von J.R.R. Tolkien, untrennbar mit Oxford verbunden, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte, von seinem Studium 1911 bis zu seinem Tod 1973. Als anerkannter Spezialist für englische und nordische mittelalterliche Literatur wird ihm vor allem zugeschrieben, dass er es vielen Lesern ermöglichte, Schätze wie Sir Gauvain und der Grüne Ritter sowie andere mittelalterliche Werke zu entdecken.

Der zweite Teil der Ausstellung "Zurück nach Oxford" konzentriert sich auf die Persönlichkeit von J.R.R. Tolkien, untrennbar mit Oxford verbunden, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte, von seinem Studium 1911 bis zu seinem Tod 1973. Als anerkannter Spezialist für englische und nordische mittelalterliche Literatur wird ihm vor allem zugeschrieben, dass er es vielen Lesern ermöglichte, Schätze wie Sir Gauvain und der Grünen Ritter sowie andere mittelalterliche Werke zu entdecken.

Hinter den Kulissen der Entstehung: Der Herr der Ringe

Indem die Ausstellung auch Gedichte, Aquarelle, Arbeitshinweise und Erzählungen des Autors präsentiert, die der Öffentlichkeit teilweise weniger bekannt sind, offenbart diese „Rückkehr nach Oxford“ vor allem die enorme Bandbreite von Tolkiens Schöpfung und zeigt die Werke Der Hobbit und Der Herr der Ringe im Kontext einer noch viel weitläufigeren Mythologie. Dieses einzigartige und universelle Weltwerk wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts auf allen Kontinenten gefeiert und prägt bis heute die Fantasie eines sehr großen Publikums. Ein weiterer Beweis dafür ist die Tatsache, dass vier der kürzlich von der Cité internationale de la tapisserie d'Aubusson gewebten Wandteppiche nach Aquarellen von Tolkien erstmals in Paris präsentiert werden.

Bibliothèque nationale de France I François-Mitterrand in Paris