Frank Gehry: Erste große Retrospektive in Europa

Vom 08 Oktober 2014 bis zum 26 Januar 2015
  • Der Architekt Frank Gehry.

    Der Architekt Frank Gehry.

    © Philippe Migeat / Centre Pompidou

  • Fondation Louis Vuitton in Paris, Bois de Boulogne

    Fondation Louis Vuitton in Paris, Bois de Boulogne

    © Iwan Baan - tous droits réservés

  • Das Guggenheim-Museum in Bilbao, eines der Werke von Franck Gehry

    Das Guggenheim-Museum in Bilbao, eines der Werke von Franck Gehry

    © Philippe Migeat / Centre Pompidou

Frank Gehry: Erste große Retrospektive in Europa Place Georges-Pompidou 75004 Paris fr

Das Centre Pompidou in Paris präsentiert erstmalig in Europa eine komplette Retrospektive des Werkes von Frank Gehry, einer der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Architektur.
Die sinnbildlichen Werke von Frank Gehry haben die Ästhetik der Architektur, ihre soziale Rolle sowie ihr Einfügen in das Stadtbild revolutioniert. Sie haben dank der Gebäude, von denen heutzutage viele Symbolkraft besitzen, weltweite Anerkennung gefunden.

In Los Angeles begann Frank Gehry seine Arbeit. Ab den sechziger Jahren tauschte er sich mit der kalifornischen Kunstszene rund um Künstler wie Ed Ruscha, Richard Serra, Claes Oldenburg, Larry Bell, Ron Davis und vielen anderen aus. Die Beschäftigung mit den Werken von Robert Rauschenberg und Jasper Johns bereitete den Weg zur Umgestaltung seiner architektonischen Arbeit.

Die Erweiterung seines Privathauses in Santa Monica stellt ein weltbekanntes Manifest dar. Die Sprache Frank Gehrys beruht demnach auf einer Hinterfragung der architektonischen Ausdrucksmittel sowie auf einer Erneuerung der Entwurfsmethoden und der Materialien, wie beispielsweise die Nutzung einfacher Werkstoffe, wie Pappe, Blech und Industriegitter.

Während die Postmodernen triumphierten, befreite sich Frank Gehry davon. Er erklärt dies in einem berühmten Dialog mit dem Filmemacher Sydney Pollack, der 2005 den biographischen Film „Sketches of Frank Gehry“ drehte (im Ausstellungsrundgang zu sehen).

Wie kann man die Architektur menschenwürdiger gestalten? Wie findet man nach der ersten industriellen Krise neuen Schwung? Diese Fragen durchziehen das Werk Frank Gehrys sowohl in seiner Architektur als auch in der urbanen Vision, die sie in sich trägt.

Tatsächlich ist Frank Gehry zugleich ein großer Architekt sowie ein bedeutender Stadtplaner. Das Guggenheim-Museum in Bilbao ist eines der herausragenden Beispiele: erbaut als Sinnbild für die Fähigkeit der Architektur, das wirtschaftliche Gefüge eines Gebietes neu zu beleben.

Nach einer ersten Präsentation des Werkes von Frank Gehry im Centre Pompidou im Jahr 1992 bietet diese Retrospektive einen globalen Blick auf seine Arbeit. Sie möchte die Entwicklung der plastischen und architektonischen Sprache des amerikanischen Architekten im Laufe der verschiedenen Epochen, die seine Karriere prägten, beschreiben – von den 1960er Jahren bis heute, anhand rund sechzig seiner Großprojekte: dem Vitra Design Museum in Deutschland (1989), dem Guggenheim in Bilbao (1997), der Walt Disney Concert Hall (2003), dem Beekman Tower in New York (2011), etc.

Nie zuvor hat eine Ausstellung eine solch große Anzahl an Projekten vereint: 220 Zeichnungen, 80 Modelle sowie audiovisuelle Dokumente.

Ende Oktober wurde sein neuestes Meisterwerk eröffnet: die Fondation Louis Vuitton in Paris.

Ort der Ausstellung

Centre Pompidou – Galerie sud
Place Georges-Pompidou
75004 Paris

Preise

Normaltarif: 13€
Ermäßigt: 10€

Berechtigt zum Besuch aller Ausstellungen des Museums.

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