Wunderschön! Das Schloss Vaux-le-Vicomte in der Île de France

  • Château de Vaux-le-Vicomte

    © Atout France/R-Cast

    Château de Vaux-le-Vicomte

    © Atout France/R-Cast

Wunderschön! Das Schloss Vaux-le-Vicomte in der Île de France 77950 MAINCY-VAUX-LE-VICOMTE fr

Das
wunderschöne Schloss Vaux-le-Vicomte, das als historisches Monument
klassifiziert wurde, steht im 500 Hektar grossen, gleichnamigen Park und wird
von einer 13  Kilometer langen Ringmauer
geschützt. 300.000 Besucher kommen jährlich hierher, um dieses Meisterwerk der
klassischen Architektur zu entdecken, das sich nur 60 Kilometer von Paris
entfernt in der Region Île de France befindet.

 

Ein begehrtes Schloss

Nach einer 20-jährigen
Bauzeit wurde das Schloss 1661 an seinen Auftraggeber Nicolas Fouquet, den Finanzminister
unter der Herrschaft von Ludwig XIV., übergeben. Die Schlossanlage blieb
allerdings nicht lange in seinem Besitz, da der Sonnenkönig ihn zu einer
lebenslangen Haftstrafe verurteilte, ohne ihm überhaupt die Gelegenheit zu
geben, von seinem Schloss zu profitieren. Ludwig XIV. inspirierte sich übrigens
für den Bau des Schloss Versailles am Schloss Vaux-le-Vicomte. 1875, als das
Schloss völlig dem Verfall überlassen war (Bäume in den Becken, beschädigte
Dächer, verschwundenes Mobiliar…), ging es bei einer öffentlichen Versteigerung
in den Besitz von Alfred Sommier über. Dieser Unternehmer aus der Zuckerindustrie,
der sich wahrlich in das Schloss verliebt hatte, gab 29 Millionen Euro für
dessen Restaurierung aus. Bei seinem Tod in 1908 hatte das Schloss seine einstige
Pracht wiedererlangt. Seit 1968 ist das Schloss für Besucher geöffnet. Heute
sind es die direkten Nachkommen von Sommier, die neben den 75 Angestellten sein
Werk fortsetzen und das Schloss weiterbestehen lassen.

 

Eine elegante Architektur

Das Schloss
Vaux-le-Vicomte, ein Symbol für den übermässigen Prunk des Grossen Jahrhunderts
des klassizistischen Barocks in Frankreich (17. Jahrhundert), ist das Ergebnis
einer Zusammenarbeit drei berühmter Männer: Louis Le Vau (Architekt), Charles
Lebrun (Maler und Inneneinrichter) und André Le Nôtre (Landschaftsgestalter). Im
Untergeschoss entdeckt der Besucher die Kulissen des Schlosses: die Küchen, den
Gewölbekeller und der Speiseraum des Personals. Im Erdgeschoss befindet sich
die Prunketage mit einem besonders bemerkenswerten barocken Dekor: das grosse
quadratische Schlafgemach, der Salon der Musen, das Spielekabinett und das
Schlafgemach des Königs (mit zauberhaftem, vergoldetem Deckenstuck). Sehr
sehenswert sind auch der zentrale Salon mit seiner italienisch inspirierten
Kuppel, eine wahre Ausnahme in der französischen Architektur. Das erste
Stockwerk beherbergt die Privatgemächer von Herrn und Frau Fouquet, die aus
einem Vorzimmer, dem Arbeitszimmer und dem Schlafzimmer bestehen, welches noch
im originalen Dekor zu betrachten ist.

 

Ein Garten im französischen
Landschaftsstil nach den Plänen von Le Nôtre

Der knapp 40 Hektar grosse majestätische Garten
stammt aus der Feder des Landschaftsarchitekten André Le Nôtre und steht in
völliger Harmonie zu dem ebenso majestätischen Schloss. Hier war es, wo der
berühmte Landschaftsgärtner sein Genie richtig zum Ausdruck kommen lassen
konnte und einen echten Garten im französischen Landschaftsstil kreierte.
Elegante Parterre, Statuen, Perspektiven, Trompe-l’œil und viele Wasserspiele untermalen
die Pracht der Parkanlage. Bei einem Besuch der Dauerausstellung und der
audiovisuell untermalten Modelle werden dem Besucher alle Etappen der
Gestaltung erklärt. Bei zwei Rundgängen, die als Ergänzung angeboten werden,
nehmen alle diese Erläuterungen Form an. Le Nôtre wurde im Anschluss an diese
Meisterleistung der bevorzugte Gärtner von Ludwig XIV., für den er die
fantastischen Gärten rund um das Schloss Versailles entwarf.


Sehenswert

In der Nähe