Jakobswege: Via Lemovicensis - von Vézelay nach Santiago de Compostela

  • Basilika Sainte-Madeleine in Vezelay

    Basilika Sainte-Madeleine in Vezelay

    © Atout France - Franck Charel

  • Beschilderung des Jakobswegs

    Beschilderung des Jakobswegs

    © Atout France - Michel Angot

  • Unterwegs auf dem Jakobsweg

    Unterwegs auf dem Jakobsweg

    © Atout France - Pascal Gréboval

Jakobswege: Via Lemovicensis - von Vézelay nach Santiago de Compostela vezelay fr

Wer es auf seiner Wallfahrt zum Grab des heiligen Apostels Jakobus etwas ruhiger und weniger touristisch mag, dem sei die Via Lemovicensis empfohlen. Je nach gewählter Streckenvariante durchquert man auf circa 800 – 1.000 Kilometern zunächst über auslaufende Mittelgebirgslandschaften das Burgund sowie das Limousin, bis man schließlich über immer flacher werdende Ebenen das Périgord, die Gascogne und schlussendlich die Pyrenäen erreicht.  Die gut ausgebaute und mitunter als „Voie de Vézelay“ beschilderte Via Lemovicensis stellt mit ihrem relativ ebenen Profil sowie einem Anstieg auf maximal 500 Höhenmeter keinerlei spezielle Anforderungen an Wanderer und Ausrüstung.

Streckenverlauf der Via Lemovicensis

Startpunkt dieser Wanderroute ist das beschauliche Vézelay mit der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Basilika Sainte-Marie-Madeleine, welches offiziell als eines der schönsten Dörfer Frankreichs gilt. Zu Beginn der Pilgerreise lässt man sich durch den sonnenverwöhnten Burgund treiben, der aufgrund seiner exquisiten Weine weltweites Renommee genießt. Der traditionelle Streckenverlauf, auch als Grand Chemin Royal bekannt, führt im Anschluss über das mit seinen schmalen Gässchen und erhabenen Bürgerhäusern mittelalterliches Flair versprühende Nevers. Die Zentren okzidentalen Glaubens bilden hier die beiden Kathedralen Sainte-Etienne de Nevers und Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte. Alternativ kann man den Weg Richtung Limoges kurz hinter Vézelay auch über Bourges und Châteauroux wählen. Limoges als Zentrum des bevölkerungsarmen Limousin und zugleich Namensgeber der Via Lemovicensis ist als Stadt des Porzellans vor allen Dingen für seine traditionellen Fayencen bekannt.

Ihre Fortsetzung findet die Via Lemovicensis in Richtung Périgueux im Herzen des Périgord, welches sich vor allem durch seine deftige und schmackhafte Cuisine auszeichnet. Typische regionale Spezialitäten wie Pommes sarladaises, schwarze Trüffel und Foie gras bieten für jeden Pilgerwanderer eine hervorragende Stärkung. In Périgueux steht man vor der Wahl, entweder die als historisch korrekt erachtete und stärker frequentierte Route über Sainte-Foy-la-Grande und Mont-de-Marsan zu nehmen oder aber die südliche Streckenalternative über Bergerac und Eauze zu wählen. Beide Wege treffen in Orthez schließlich wieder aufeinander und führen zum Ziel nach Ostabat-Asme.

Informationen zur Routenplanung

Im Hinblick auf eine detaillierte Routenplanung bieten die Webseiten fernwege.de sowie jakobsweg.de wertvolle Informationen auf Deutsch. Für etwa 15 € ist darüber hinaus der ebenfalls in deutscher Sprache erhältliche Outdoor-Guide „Frankreich: Jakobsweg – Via Lemovicensis“ im Buchhandel erhältlich.

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