Gastronomie in Französisch-Guyana

  • Kreolisches Haus in Cayenne

    Kreolisches Haus in Cayenne

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Gastronomie in Französisch-Guyana CAYENNE gf

Zu den Säulen der lokalen Gastronomie gehören Poulet und Poisson boucané (geräuchertes Huhn und Fisch). Übrigens ein kulinarisches Erbe aus Piratenzeiten, das man hier auf unzählig viele Arten und Weisen zubereitet. Vier Jahrhunderte „Mischlings-Kultur“ zwischen Europäern, Afrikanern und Indianern haben jene unverkennbare „Aromamischung“ der Küche von Guyana geprägt. Gewürze wie Muskat, Ingwer, Rohrzucker, Pfeffer und Piment sind dabei nicht wegzudenken. Zu den typischen Spezialitäten gehört eine Blaff (Bouillon aus Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie und Basilikum), eine Pimentade (Bouillon aus Fisch mit Tomatensauce) oder ein Rôti Cougnade (gegrillter Fisch).

An Fisch und Crevetten herrscht aufgrund des Reichtums der Gewässer absolut kein Mangel. Letztere bereitet man oft in Form von marinierten Spießen zu. Eine weitere Spezialität bilden die Frikassees. Man serviert sie mit Reis und roten Bohnen. Ein Genuss ganz besonderer Art ist der Bouillon d’Awara, bei dem das Fruchtfleich dieser Palme die Komposition des Ragouts aus geräuchertem Huhn und Fisch bereichert. Man serviert dieses „Nationalgericht“ als Zeichen des Willkommens, besonders an Ostern und Pfingsten. Einen Querschnitt durch den Reichtum kulinarischer Kultur in Guyana liefert ein Besuch der Märkte, wie dem von Saint Laurant du Maroni oder Cayenne.