Die Dordogne

  • Weinberge von Pécharmant im Périgord.

    Weinberge von Pécharmant im Périgord.

    © Atout France - Maurice Subervie

  • Bergerac

    Bergerac

    © Pays de Bergerac

  • Garten des Château de Marqueyssac

    Garten des Château de Marqueyssac

    © Atout France - Maurice Subervie

  • Montignac

    Montignac

    © Atout France - Hervé Le Gac

Die Dordogne perigord fr

Man könnte das drittgrößte Département (Region Aquitaine) beinahe als beispielhaft für französische Kultur und Lebensart schlechthin bezeichnen. Mit einer faszinierenden landschaftlichen Vielfalt, einer überreichen Geschichte, die weit bis in die Vorzeit reicht, reizvollen Dörfern und Städten und einer Gastronomie, deren Renommee nicht erst neu erfunden werden muss.

Diese „Region der Kontraste“, in Frankreich meist mit seinem geografischen Namen Périgord bezeichnet, reicht von den rauen Ausläufern des Zentralmassivs bis zu den vom Klima verwöhnten Weinbergen des Bordelais. Man teilt diese Region wegen ihres sehr verschiedenen Charakters in vier touristische Teilregionen:

  • Das „Périgord Vert“ (grünes Périgord) verdankt seinen Namen der üppigen Vegetation, durchzogen von zahlreichen Wasserläufen. Hier liegt auch der regionale Naturpark Périgord Limousin.
  • Das „Périgord Blanc“ (weißes Périgord) erhielt diesen Namen wegen des weißen Gesteins, aus dem es besteht. Bildhauer schätzen es für ihre Arbeit. Die gastronomischen Erzeugnisse (Enten, Gänse, Erbeeren…) bilden den Schwerpunkt auf den pittoresken Märkten.
  • Dem „Périgord Noir“ (schwarzes Périgord) verhelfen die unzähligen Steineichen mit ihrer dunklen Farbe zum Namen. Hier finden sich zahlreiche vorgeschichtliche Fundstätten. Aber auch Monumente aus Mittelalter und Renaissance.
  • Das „Périgord Poupre“ (Purpurnes Périgord) heißt so, weil seine Weinberge im Herbst in strahlendem Purpur leuchten.

Sehenswertes und Aktivitäten

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Dordogne zählen die prähistorischen Grotten, allen voran die von Lascaux mit ihren weltberühmten Tierzeichnungen. Die ursprüngliche Höhle wurde bis ins letzte Detail nachgebildet und steht Besuchern unter dem Namen Lascaux II offen.

Knapp die Hälfte des Départements ist mit Wald bedeckt. Nicht nur deshalb ist es eine reizvolle Destination zum Wandern. Es gibt 790 km Hauptwanderwege und mehr als 4000 Kilometer für kleinere Wanderungen.

An den vier Hauptflüssen der Region bieten mehr als 50 Bootsverleiher ihre Kanus und Kajaks an. Diese auch für Kinder leicht machbaren Bootstouren sind ein Höhepunkt jedes Aufenthaltes.

Ausgangspunkt für einen Besuch der Weinregion von Bergerac ist das Maison des Vins, das sich im wundervollen Cloître des Récollets befindet. Dort, am Ufer der Dordogne, präsentiert man die 13 Appellationen der Region und eine Ausstellung zum Thema „Wein bedeutet Reisen“. Nach der Passage im „sensorischen Saal“ schreitet man in der Vinothek zur Kostprobe nach allen Regeln der Kunst.

Anreise

  • Mit dem Flugzeug: Während der gesamten Frühlings- und Sommersaison bedient Ryanair von Weeze (bei Düsseldorf) aus zweimal wöchentlich den Flughafen von Bergerac. Bordeaux mit seinem internationalen Flughafen ist rund eine Stunde entfernt.
  • Mit dem Zug: Die Bahnreise von Paris nach Périgueux dauert 4 Stunden.
  • Mit dem Auto: über die A 20 Paris-Limoges, dann über die Nationalstraße RN 21, insgesamt 500 Kilometer von Paris.

Gut zu wissen

Dörfer und Städte im Périgord haben sich ihren mittelalterlichen Charme bewahrt. Viele dienten schon als Filmkulisse. Insgesamt 10 tragen die offizielle Auszeichnung eines der "schönsten Dörfer Frankreichs" zu sein.

Sehenswert