Die Ausgrabungsstätte von Ensérune

  • Das Oppidum von Ensérune

    Das Oppidum von Ensérune - © Von Jochen Jahnke - selbst fotorafiert, Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39770674

    Das Oppidum von Ensérune

    Das Oppidum von Ensérune - © Von Jochen Jahnke - selbst fotorafiert, Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39770674

  • Das Wasserschloss im Oppidum von Ensérune

    Das Wasserschloss im Oppidum von Ensérune - © Von Jochen Jahnke - (Originaltext: selbst fotografiert)(Originaltext: selbst fotografiert), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13816727

    Das Wasserschloss im Oppidum von Ensérune

    Das Wasserschloss im Oppidum von Ensérune - © Von Jochen Jahnke - (Originaltext: selbst fotografiert)(Originaltext: selbst fotografiert), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13816727

Die Ausgrabungsstätte von Ensérune 34440 NISSAN LEZ ENSERUNE fr

Hoch oben auf einer Felsenanhöhe liegt die Ausgrabungsstätte Ensérune, die eine der bedeutendsten Römerstätte, ein sogenanntes Oppidum, am Mittelmeer darstellt. Das dazugehörige Museum stellt die Überreste vorrömischer Siedlungen nund Gegenstände griechischer und iberischer Herkunft aus.

Zur Geschichte

Der Hügel von Ensérune ist ein Oppidum, d.h. eine Höhensiedlung. Der Hügel ist sehr breit gestaltet und die groben Hänge bieten einen natürlichen Schutz und liegt 10 Kilometer von Béziers entfernt, zwischen den Languedoc garrigues und den Küsten des Mittelmeers. Hier liegen einer der wichtigsten gallischen Dörfer im Süden Frankreichs. Während der Eisenzeit (750 bis 450 v. Chr. und die zweite bis 50 v. Chr.) war diese Art der Siedlung sehr typisch für die keltische Welt Südgalliens. 1860 entdeckte Abbé Giniès diese Siedlung, die vom 6. bis zum Ende des 5. Jh. v. Chr. entstand. Hier waren einfache Häuser aus Stampferde auf dem Gelände verstreut.

Zur Zeit des Hellenismus (500 - 300 v. Chr.) entwickelte sich der kommerzielle Handel und ein neuer Wohlstand: die Siedlung war aus Stein, die städtische Bebauung besser organisiert und es wurde eine Stadtmauer errichtet. Mit der Ankunft der Gallier zwischen 300 und 250 v. Chr. vergrößerte sich die Stadt und wurde um Terrassen und Zisternen erweitert. Am Ende des 3. Jahrhunderts wurde das Oppidum zerstört. Erst mit der Gründung von Narbonne durch die Römer erlebte es einen neuen Wohlstand. Zu dieser Zeit weitete sich die Siedlung aus und es entstanden größere Häuser im Stil der römischen Architektur. Die Räume wurden von nun an um einen Hof gebaut und die Säulen wurden mit Mosaiken bestückt oder mit Wandmalereien verschönert.

Das Museum

Das Museum befindet sich in einer 1915 erbauten Villa und beherbergt einfache Kermaiken und Öllampen. Auch Landwirtschaftsgeräte aus Eisen werden ausgestellt. Alle archäologischen Überreste, die ausgegraben wurden, werden im Museum präsentiert, z.B. Rasiermesser, Pinzetten, Kämme und Schminkpaletten.

Bei Ihrem Rundgang werden Sie Folgendes sehen:

  • Die Terrasse
  • Die Nordflanke
  • Das Handwerkerviertel
  • Das Viertel Château d'eau
  • Die Nekropole
  • Die Südflanke

Praktische Informationen

Führungen

  • Führungen sind auf Französisch und Deutsch (auf Anfrage) verfügbar. Bitte reservieren Sie Ihre 45 minütige Führung mindestens 1 Woche im Voraus
  • Dauer der Führung: 45 Minuten
  • Sie können auch gerne auf eigene Faust die Ausgrabungsstätte erkunden. Hierfür gibt es Broschüren auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Holländisch.

Öffnungszeiten

  • April bis September: 10:00 bis 12:30 und 14 bis 18 Uhr
  • Mai bis August: 10 bis 19 Uhr
  • Oktober bis März: 9:30 bis 12:30 und 14:00 bis 17:30 Uhr
  • Letzter Eintritt ist 60 Minuten vor Kassenschluss
  • Geschlossen an Montags, 1 Januar, 1 Mai, 1 November, 11 November und 25 Dezember

Preise

  • Erwachsene: 6€
  • Ermäßigt: 5€
  • Erwachsenengruppen (ab 20 Pers.): 5€
  • Schulgruppen (max. 35 Schüler, 2 erwachsene Begleiter): 20€
  • Gratis: Jugendliche EU-Bürger oder Anwohner Frankreichs unter 25 Jahren, behinderte Personen und ihre Begleitung, arbeitslose Personen. 

Anfahrt

Mit dem Auto:

  • Von Béziers oder Perpignan: von der N9 auf die D 162E
  • Auf eine Durchfahrt über Colombier erweist sich als schwierig und es wird daher davon abgeraten
  • Von Carcassonne: A 61 bis Narbonne, dann die N9 Richtung Béziers und dann auf die D 162E

Adresse

Centre des monuments nationaux
Site et musée d'Ensérune
34400 Nissan-lez-Enserune
Tel.: 0033 (0)4 67 37 01 23

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