Das Viadukt von Millau

  • Auf dem Viadukt von Millau überqueren die Autos auf bis zu 270 Metern Höhe den Tarn.

    Auf dem Viadukt von Millau überqueren die Autos auf bis zu 270 Metern Höhe den Tarn.

    © Atout France - Patrice Thébault

  • Ob im Nebel oder bei klarer Sicht - das Viadukt von Millau ist ein Wahrzeichen der Region.

    Ob im Nebel oder bei klarer Sicht - das Viadukt von Millau ist ein Wahrzeichen der Region.

    © Atout France - R-Cast

  • Auch der südfranzösischem Kleinstadt Millau hat das Viadukt zu wirtschaftlichem Aufschwung verholfen.

    Auch der südfranzösischem Kleinstadt Millau hat das Viadukt zu wirtschaftlichem Aufschwung verholfen.

    © Atout France - Pascal Gréboval

  • Im Sonnenuntergang sieht das hochmoderne Bauwerk sogar romantisch aus.

    Im Sonnenuntergang sieht das hochmoderne Bauwerk sogar romantisch aus.

    © Atout France - Patrice Thébault

  • Viadukt von Millau

    Viadukt von Millau

    © Dominique VIET - CRT Midi-Pyrénées

  • Viadukt von Millau

    Viadukt von Millau

    © Dominique VIET - CRT Midi-Pyrénées

  • Viadukt von Millau

    Viadukt von Millau

    © CRT Midi Pyrénées - Dominique Viet

  • Viadukt von Millau

    Viadukt von Millau

    © CRT Midi-Pyrénées - Dominique Viet

Das Viadukt von Millau Millau fr

Längste Schrägseilbrücke der Welt, höchste Brückenpfeiler der Welt – das sind nur zwei von mehreren Rekorden, die das Viadukt von Millau hält.

Fünf Kilometer westlich der südfranzösischen Stadt Millau im Zentralmassiv gelegen, führt es die Autobahn A 75 über das Tal des Flusses Tarn. Dabei verbindet es nicht nur die Hochebenen Causse Rouge und Causse du Larzac miteinander, sondern stellt auch die Verkehrsverbindung zwischen Clermont-Ferrand und Béziers, zwischen Paris und Barcelona und letztendlich zwischen Nordeuropa und der Iberischen Halbinsel her.

Wahrzeichen der Region Midi-Pyrénées

Mit einer Gesamtlänge von 2460 Metern und einer Höhe von bis zu 270 Metern ist das Viadukt von Millau zweifelsohne ein beeindruckendes Bauwerk, das längst zu einem Wahrzeichen der Region Midi-Pyrénées und des Départements Aveyron und zu einem der ehrgeizigsten architektonischen Projekte Frankreichs avanciert ist.

Den Anstoß zu seinem Bau gab die prekäre Verkehrssituation: Früher überquerten die Autokolonnen den Tarn über eine Brücke in Millau, was vor allem in der Urlaubszeit zu kilometerlangen Staus und häufigen Unfällen im Nadelöhr Tarntal führte. Das Viadukt, über das pro Tag im Durchschnitt 12 000 Fahrzeuge rollen, entlastet Stadt und Flusstal also ganz erheblich.

Jacques Chirac weihte das Viadukt ein

Unumstritten war sein Bau dennoch nicht: Vor allem Umweltschützer, aber auch Kritiker der hohen Kosten machten Front gegen das Viadukt von Millau, dessen Errichtung allen Einwänden zum Trotz im Oktober 2001 nach einer mehr als 20-jährigen Planungsphase an den Start ging. Der Entwurf stammte vom französischen Bauingenieur Michel Virlogeux, die architektonische Umsetzung vom Briten Norman Foster.

Am 14. Dezember 2004, nach nur drei Jahren Bauzeit, weihte der damalige französische Staatspräsident Jacques Chirac das Viadukt von Millau ein. Zwei Tage später wurde es für den Verkehr freigegeben. Zehn Jahre später, im Jahr 2014, war es bereits von mehr als 40 Millionen Fahrzeugen genutzt worden.

Für die Kosten in Höhe von insgesamt rund 400 Millionen Euro kam die eigens dafür gegründete Firma „Compagnie Eiffage du Viaduc de Millau“ auf, die im Gegenzug bis zum Jahr 2079 die Mautkonzession für die Brückenüberfahrt erhielt und so lange auch für den Unterhalt zuständig ist. Danach wird das Viadukt in den Besitz des französischen Staates übergehen.

Wirtschaftlicher Aufschwung durch die Brücke

Das innovative Bauwerk hat mehrere Preise gewonnen und der strukturschwachen Gegend zu wirtschaftlichem Aufschwung verholfen. Dank der besseren Verkehrsanbindung hat es die Besucherzahlen der in der Nähe gelegenen Sehenswürdigkeiten wie etwa der Keller, in denen der Roquefort-Käse reift, und der „Insektenstadt“ Micropolis in Saint-Léons in die Höhe schnellen lassen. Und anders als anfangs befürchtet, profitieren auch die Gaststätten und Hotels in Millau von dem Viadukt.

Das Viadukt von Millau ist offiziell eines der insgesamt 18 „Grands Sites de Midi-Pyrénées“, der herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region. Aussichtspunkte bei den Ortschaften Brunas, Peyre, St. Martin du Larzac, Luzençon, Beffroi und Soulobres bieten einen einmaligen Blick auf das Bauwerk.

Das Viadukt in Zahlen

  • Länge: 2 460m
  • Breite: 32m
  • Maximale Höhe: 343m, das bedeutet 19m höher als der Eiffelturm
  • Gefälle: 3,025%, Steigung Nord-Süd (Richtung von Clermont-Ferrand - Bézier)
  • Höhe des höchsten Pfeilers (pile P2): 245m
  • Höhe des Mastes: 87m
  • Anzahl der Pfeiler (piles): 7
  • Gesamtgewicht: 10 100 Tonnen

Praktische Informationen

Das Besucherzentrum in Creissels (Telefon 0033 (0) 565616154) informiert über die Geschichte des Viadukts, der Eintritt ist frei.
Führungen, unter anderem auf Deutsch, sind nach vorheriger Anmeldung möglich.

Hinweise zur Benutzung des Viadukts von Millau

Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt auf der Brücke 110 Stundenkilometer (auf der Autobahn insgesamt 130 Stundenkilometer). Die Maut kostet im Jahr 2014:

  • für Pkws je nach Saison 6,24 Euro bis 9,40 Euro,
  • für Pkws mit Wohnwagen 9,36 Euro bis 14,00 Euro
  • für Kleintransporter 21,45 Euro bis 25,70 Euro und für Zweiräder 3,90 Euro  bis 4,70 Euro
  • für LKWs 28,84 Euro bis 34,20 Euro

Im Juli und August ist die Maut höher als in den anderen Monaten. Die Brückenbetreiber-Gesellschaft legt die Gebühren jedes Jahr zum 1. Februar neu fest und veröffentlicht sie auf ihrer Homepage. Dort besteht auch die Möglichkeit der Online-Zahlung. Für Fußgänger ist die Brücke gesperrt.

Kontakt

Compagnie Eiffage du Viaduc de Millau
Péage de Saint-Germain
BP 60457
12104 Millau Cedex
Tel.: +33 (0)5 65 61 61 61
Fax: +33 (0)5 65 61 61 60