Die typischen französischen Gärten

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    © Château de Chenonceau

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    © Château de Chenonceau

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    © Château de Chenonceau

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    © Château de Chenonceau

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    © Château de Villandry

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    © Château de Villandry

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    © Château de Villandry

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    © Château de Villandry

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    © Château de Villandry

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    © Château de Villandry

Die typischen französischen Gärten

Die heute so berühmte französische Gartenkunst fand ihren Höhepunkt mit dem berühmten Gartenkünstler André Le Nôtre und der Gestaltung der Gärten von Vaux le Vicomte sowie im Anschluss daran der Gärten von Versailles.


Der Stil „Jardin à la française“: Topiarikunst und Pflanzen-Architektur

In Frankreich
wurden die Gärten auf riesigen Flächen auf umgestaltetem und geebnetem Boden rund um die herrschaftlichen Residenzen angelegt. Rasen, Wasserbecken, Springbrunnen und Statuen fanden hier Platz. Zudem wurden ganz unterschiedliche Beete nach englischem, italienischem und französischem Vorbild angelegt. André Le Nôtre, der die Nachfolge seines Vaters und Grossvaters als königlicher Gärtner antrat,  gab dieser künstlich geschaffenen Natur eine neue Dimension.


Der Stil „Jardin à la française“: Broderieparterre

Die Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte Broderieparterre besteht aus einem nach Vorbild der Stickereien auf hochwertigen Stoffen bekannten Muster. Buchsbäume oder Blumen bilden dabei die angeordneten Linien des Musters, das auf Sand, Kies oder Backsteinen angelegt wurde.


Die schönsten Gärten Frankreichs sind:

Die Gärten von Vaux-le-Vicomte

Unter allen von André Le Nôtre gestalteten Gärten lässt sich im Park von Vaux-le-Vicomte am besten das Genie des grossen Landschaftsarchitekten erkennen. Die Terrassen rund um das Schloss herum sind von Blumen- und Buchsbaumornamenten und anschliessenden Rasenflächen umgeben.

Anmerkung: Zurzeit und während des gesamten Jahres 2013 wird in Vaux-le-Vicomte
der 400.  Geburtstag von André Le Nôtre gefeiert.


Jardins de Chenonceau

Die Gärten von Catherina von Medici und von Diane de Poitiers sind Sinnbilder der Eleganz einer einzigartigen Landschaft zwischen Himmel und Wasser. „Die Schönheit von Chenonceau berührt einen im Herzen, eine so überwältigende Harmonie zwischen Himmel, Wasser, Gärten und Architektur spricht einfach jeden Besucher an, egal woher er kommt.“  Vom „Jardin Vert“ von Bernard Palissy bis hin zum  Gartenlabyrinth und den in Mustern angelegten Blumenbeete des Gartens –  der Geist von Chenonceau ist überall zu spüren. Die „Ruhe der Seele“ fügt sich ein in die „aristokratische Gelassenheit“.

Anmerkung: Kommen Sie zu den zahlreichen Events nach Chenonceau während des gesamten Sommers.


Jardins de Villandry

Im Ziergarten findet man einen Mix aus Blumen und Gemüse, die schachbrettartig mit
füllenden Pflanzenbeeten angeordnet sind. Mit den wechselnden Jahreszeiten ändert sich auch die Natur und bildet ein wahrhaftig dreidimensionales, sich ständig
erneuerndes Bild aus Pflanzen. Im Jardin d'ornement findet man Buchsbäume in Form von Musiksymbolen und auch Herzen, Spiralen, Schmetterlinge und Fächer … Sinnbilder der sanften Liebe, der leidenschaftlichen Liebe, der unbeständigen Liebe und der tragischen Liebe. Der Wassergarten ist eine erholende Quelle der Ruhe, die vor allem vom Wasserbassin ausgeht. Das Rauchen der Fontänen und die grossen Rasenflächen wirken ebenfalls überaus beruhigend und spenden dem Besucher Ruhe. Der Garten gilt als der friedlichste Ort überhaupt – insbesondere zur Erholung oder … zum Träumen!
Die Anlage umfasst auch einen Heilkräutergarten mit Heil- und kulinarischen Pflanzen sowie ein Hainbuchen-Labyrinth, in dem sich Jung und Alt gerne verlaufen.   

Anmerkung: Am 28. und 29. September 2013 sind die Tage des Gemüsegartens
in Villandry


Parc de Courson

Die grössten „Gärtner“ Frankreichs des 19. Jahrhunderts hatten sich zusammengeschlossen und gemeinsam
auf subtile Art und Weise den romantischen Landschaftspark von der strengen Fünfer-Geometrieder Baumgruppierungen und den Blätterdächern befreit.
Heute kann man verschiedene Sammlungen von Eichen, Azaleen, Hortensien, Rosenstöcke, Jasmin und Pfingstrosen bestaunen – dank derer man die ursprüngliche Struktur des Parks wiederfinden konnte.

Anmerkung: Alles dreht sich um den Frühling 2013! Kommen Sie am 17., 18. und 19. Mai zur 58. Ausgabe der Pflanzentage („Journées des Plantes“).

Quellenangabe : www.lesplusbeauxjardinsdefrance.com

André Le Nôtre und die Gärten vom Schloss Chantilly im 17. und 18 Jahrhundert

Anlässlich des 400. Geburtstags von André Le Nôtre (1613-1700) organisiert die Gemeinde Chantilly eine Ausstellung über die französischen Gärten, die von dem grossen Landschaftsarchitekten für Louis II. von  Bourbon angelegt wurden.

Angelehnt an die unbekannten, wieder restaurierten Pläne und mit der Unterstützung der Freunde des Musée Condé und der Stiftung für Parks und Gärten bietet die Ausstellung einen neuen Blickwinkel auf den Schaffungsprozess, aufgrund dessen der Garten von Chantilly zum Lieblingswerk seines Erschaffers wurde.  

Dank einer kürzlichen Schenkung von Aquarellen und Zeichnungen ist das Landgut Domaine de Chantilly  ebenfalls am Erbe von Le Nôtre interessiert. Zum ersten Mal enthüllen die Gärten von Chantilly all ihre Geheimnisse: vom grossen Genie des königlichen Landschafts- und Gartengestalters  bis hin zu den jüngsten Umbauten.

Chantilly: der Ursprung eines Meisterwerks

Als Teil eines Gutes von 7 800 Hektar wurde der Park auf Wunsch des Prince de Condé erschaffen. Im Exil in Chantilly wollte Louis II von Bourbon, genannt der Grand
Condé
, einen Garten erschaffen, der es durchaus mit Versailles aufnehmen
konnte, und beauftragte dafür selbstverständlich niemand anderen als den Gärtner des Königs.

Le Nôtre kam um das Jahr 1662 nach Chantilly, begleitet von einer grossen Schar an Helfern, um das schwierige Gelände einer Verwandlung zu unterziehen. Dabei änderte Le Nôtre im Vergleich zu seinem vorherigen Schaffen seinen Stil aufgrund der Geschichte des Ortes radikal: Chantilly sollte der einzige Park sein, dessen Achse nicht zum Schloss verlaufen sollte. Le Nôtre machte sich zahlreiche Quellen und das
natürliche Gefälle des Geländes zu Nutze und entschied, die von der Terrasse des Schloss ausgehende Achsenperspektive durch unzählige Wasserspiele zu ersetzen. Die von ihm konzipierte Anlage sorgt bei den Besuchern immer wieder für Erstaunen, wenn diese den Charme des Gartens nach und nach entdecken.

Mit Hilfe unbekannter
Pläne vor, während und nach den Arbeiten kann das Gut Chantilly heute der Öffentlichkeit die gesamte Genialität und Intelligenz, mit welcher der Meister
aus dem Gelände einen der schönsten Parks Frankreichs gezaubert hat, zeigen.

Auf dem Gut Chantilly sind somit vier verschiedene Garten-Stile vereinigt, welche die
Kunstfertigkeit der grossen französischen Landschaftskünstler zeigen:

  • Ein Garten im französischen Stil des 17. Jahrhunderts.  
  • Ein
    kleiner bewaldeter Park von Anfang des 18. Jahrhunderts, in dem sich die Wasserspiele befinden.  
  • Ein englisch-chinesischer Garten (1774) und ein Bauerndorf (1775), das als Vorbild für das von Marie-Antoinette (1783) im Park des Lustschlosses Petit Trianon von Versailles  galt.
  • Ein englischer Garten von Anfang des 19. Jahrhunderts.

Le Nôtre in Chantilly – ein spielerischer Ausstellungsparcours

Ebenfalls zu diesem Anlass wurde ein im Massstab 1 : 600 abgebildetes Modell restauriert, das der Öffentlichkeit auf spielerische und interaktive Weise die Parkanlage veranschaulicht. Mithilfe der riesigen Leinwände, die um den 11 m² grossen Reliefplan gespannt sind, kann man förmlich in das Gut bis in seine hintersten Ecken eintauchen. Und mit diesem Blick aus der Perspektive eines Riesens können
die Besucher das Schloss und seine Gärten, die grossen Stallungen und die Pferdekoppel erkunden und mit den Augen durch fünf Jahrhunderte Geschichte spazieren.