Die Midi-Pyrénées sind eine echte Alternative für Frankreich-Liebhaber

  • Albi

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  • Saint Cirq Lapopie

    Saint Cirq Lapopie

  • Pic du Midi

    Pic du Midi

  • Centre thermoludique

    Centre thermoludique

  • Viaduc de Millau

    Viaduc de Millau

Die Midi-Pyrénées sind eine echte Alternative für Frankreich-Liebhaber Toulouse fr

Lebenskunst nach französischer Art 

Nicht nur in Paris und an der Côte d'Azur lassen sich der verborgene Luxus und die geheimen Kleinoden finden, die Frankreich so besonders machen. Auch die Region Midi-Pyrénées, die sich zwischen Atlantik und Mittelmeer erstreckt, hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Eine Reise in die Region im Südwesten Frankreichs ist für Besucher authentisch und einzigartig. Eine Vielfalt der Landschaften und ein kultureller Reichtum prägen die Region. Mit anderen Worten: Hier zelebriert man die Lebenskunst nach französischer Art. Die Midi-Pyrénées sind ein Synonym für Schönheit, Gastfreundschaft und Menschlichkeit. 

Die Region ist die grösste Frankreichs mit fast drei Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt Toulouse mit ihren fast 440 000 Einwohnern ist gleichzeitig die drittgrösste Universitätsstadt in Frankreich und die europäische Metropole der Luft- und Raumfahrt, in der die Airbus-Werke mit den weltweit bedeutendsten Flugzeugkonstrukteuren zuhause sind. 

Kulturerbe

Mit ihrem reichhaltigen und vielfältigen Kulturerbe und ihren weitläufigen Naturschutzgebieten zieht die Region vor allem den nachhaltigen Qualitätstourismus an. 25 als «Grands Sites» anerkannte, herausragende Sehenswürdigkeiten sind über die ganze Region verteilt. Dazu zählen auch Toulouse, die «rosarote Stadt», die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Bischofsstadt Albi, aber auch die Dörfer von Cordes-sur-Ciel, St-Cirq-Lapopie, der Marien-Wallfahrtsort Lourdes und der Pic du Midi – der legendäre Gipfel in den Pyrenäen. 

Will man eine Rundreise planen, übernachtet man am besten in den typischen Gästezimmern oder in einem der romantischen Hotels, die einen herzlichen Empfang mit hohem Komfort verbinden. Ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert, ein Herrenhaus im Zentrum einer mittelalterlichen Stadt, eine von einem Modedesigner eingerichtete Unterkunft – egal, welche seltene Perle man sucht, in der Region Midi-Pyrénées wird man sie finden. 

Nach geruhsamen Nächten in den jeweiligen Unterkünften lassen sich im Anschluss entspannte Stunden in einem der zahlreichen Thermalbäder verbringen, seies im Wasser oder im Wellness-Bereich. Typisch für diese Region ist auch, wie überall in Frankreich, der Sinn für gute Küche. Sie ist der Ursprung für die berühmten, traditionsreichen Erzeugnisse wie Roquefort-Käse, der Foie gras, dem schwarze Quercy-Trüffel, Vin de Cahors und Armagnac. Die Region ist eine Art Schlaraffenland mit unzähligen kulinarischen Köstlichkeiten. Sie ist ein kleines, sonniges Paradies, in dem renommierte Spitzenköche wie Michel Bras (drei Sterne im Guide Michelin) ihre herausragende Kochkünste in den Dienst ihrer Gäste stellen. Insgesamt zählt die Region Midi-Pyrénées 22 Sterneköche. 

Die Lebensart ist hier im wahrsten Sinne des Wortes Kunst. Die zahlreichen Museen, die sich elegant in die historischen Bauwerke einfügen, bieten sehenswerte Exponate. Auch einige unvergessliche Maler sind in der Region Midi-Pyrénées geboren worden. Pierre Soulages, dessen neues Museum, das unlängst in Rodez eröffnet wurde, sämtliche Besucherrekorde schlägt. Und Henri de Toulouse-Lautrec (Museum in Albi) sowie Jean-Auguste-Dominique Ingres (Museum in Montauban). 

Neben diesen Talenten hat die Region auch ein aussergewöhnliches Know-how im Kunsthandwerk hervorgebracht. An erster Stelle ist hier das bekannte Laguiole-Messer zu nennen, bei dem einige Modelle von berühmten Designern entworfen wurden, wie etwa von Philippe Stark und Sonia Rykiel. Ein weiteres Beispiel sind die Lederhandschuhe aus Millau, die von den grössten Mode-Labels wie Dior und Chanel bestellt werden, oder die Edelholzmöbel und Intarsien, die in der Bastide von Revel hergestellt und in die ganze Welt exportiert werden.

Die internationale Ausstrahlung der Region Midi-Pyrénées findet ihren Ursprung auch im Glanz einiger grosser Bauwerke. Historisch geht das bis ins 16. Jahrhundert und damit zum Bau des Canal du Midi zurück, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Aktuell wird ebenfalls das der in Toulouse montierte Airbus im neuen Luftfahrtmuseum Aéroscopia gezeigt. Sehenswert ist ferner das Viadukt von Millau, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt. 

«Jazz in Mariac» 

Neben all diesen Erfolgsgeschichten kommt auch das Feiern in der Region Midi-Pyrénées nicht zu kurz. In Toulouse, der trendigen Hauptstadt mit ihren vielen Bars und Clubs, aber auch in den charmanten kleinen Dörfern der Region, finden im Laufe des Jahres zahlreiche Feste und Festivals statt. Eines dieser Festivals, das «Jazz in Mariac» ist bereits weltbekannt. Jedes Jahr versammeln sich die Stars der Jazz-Musik in der Bastide dieser Stadt, die einst Heimat des Musketiers D'Artagnan war.

 

Gut zu wissen 

Die Region ist mit ihren im Schnitt 2 000 Sonnenstunden im Jahr perfekt für Aktivitäten in der freien Natur geeignet. Die Region Midi-Pyrénées ist eine ideale Destination für Wanderungen und besitzt zudem mehrere Parcours reizvoller Golfplätze (insgesamt 34 in der Region). Für Fahrrad- und Mountain-Bike-Fans stehen hunderte von Kilometern in ländlichen Gegenden, in Schluchten oder entlang von Anhöhen zur Verfügung. Hinzu kommt das umfangreiche Netz gekennzeichneter Radwege «Véloroutes und Voies vertes». Auch Wasser- und Fluss-Touren sowie Gleitschirmfliegen sind beliebte Sportangebote. Für Reiter sind die gekennzeichneten Reitwege in den Departements oder Touren an der französisch-spanischen Grenze unvergesslich. 

 

Direkt ab Zürich 

Es gibt neuerdings Direktflüge der Swiss von Zürich nach Toulouse. Sie operieren von Mai bis Oktober 2015.

www.swiss.ch

 

Mehr Informationen unter: www.tourismus-midi-pyrenees.de

 

Quelle: Christophe Wöhrle für Handelszeitung / Bilanz

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