Das Gebiet Châtillonnais verführt mit Natur und Schaumwein

Das Gebiet Châtillonnais verführt mit Natur und Schaumwein châtillonais fr

Ein weltweiteinzigartiger Schatz 

Das Burgunder Musée du Pays Châtillonnais – Trésor de Vix befindet sich in Châtillon-sur-Seine. Ein Museum mitten in einem zukünftigen Nationalpark der Wälder von Champagne und Burgund. Seine Sammlungen, deren Exponate von der Urgeschichte bis zur heutigen Zeit reichen, werden auf einer Fläche von über 2 000 Quadratmetern ausgestellt. 

Die Entdeckung der Grabstätte der Fürstin von Vix im Jahr 1953 begründete den internationalen Ruf des Museums. Aus den vielen Objekten, die im Laufe des 20. Jahrhunderts an den Ausgrabungsstätten in der Region entdeckt wurden, entstand nach und nach eine der repräsentativsten Sammlungen Frankreichs aus der keltischen und gallo-römischen Zeit. Der «Schatz von Vix» mit seinem einzigartigen imposanten Bronzekrater machte das Haus endgültig berühmt. 

Die Sammlung ist eine Referenz in Europa für die frühe Eisenzeit (Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus). Die Grabstätteder Fürstin von Vix ist das bekannteste und wertvollste Fürstengrab dieser Epoche. Die in einem Wagenkasten ruhende Fürstin war mit wertvollen Schmuckstücken ausgestattet, darunter befand sich auch ein goldener Wendelring («Torque»), ein Meisterwerk der keltischen Goldschmiedekunst. Daneben befand sich das berühmte Bronzegefäss, der «Krater von Vix», ein Weinmischgefäss von ausserordentlicher Grösse (1,64 mhoch). Dies ist eines der bedeutendsten Zeugnisse griechischer Kunst. Diese Grabstätte sowie die archäologische Fundstätte des Mont Lassois, an dessen Fusse sie sich befindet, zeugen auch vom Handel, der bereits in der damaligen Zeit in Europa über grosse Entfernungen hinweggetrieben wurde. 

Der goldene Torque, der fast 480 g wiegt, ist das andere Meisterstück des Fürstengrabs. Man nimmt an, dass es sich um die Arbeit eines einheimischen Goldschmiedshandelt. Der Torque besteht aus einem aufgerollten Goldblatt, das die Form eines hufeisenförmigen Bogens annimmt. Grosse Perlen aus Bernstein, Ringe aus Bronze und Armbänder aus Lignit bilden weitere Bestandteile des Schmucks der Dame. 

Das Museum enthält ferner bemerkenswert vollständige Sammlungen: Die Votivgaben aus gallo-römischen Heiligtümern, die das Leben und die handwerklichen Tätigkeiten in dem gallo-römischen Siedlungsgebiet von Vertault spürbar werdenlassen und die Bildhauerkunst der antiken Zeit und des Mittelalters. Auch Kulturschaffende und berühmte Persönlichkeiten des Châtillonnais trugen zur Bereicherung bei: Die Holzschnitte sind wertvolle Zeugnisse der Volkskunst des 17. Jahrhunderts, die Sammlung von Marmont, der Marschall des französischen Kaiserreichs war, enthält bemerkenswerte Gemälde und Dekorationsgegenstände. Jedes Jahr bietet das Museum zahlreiche Animationen an für Erwachsene und/oder Kinder, für eine Stunde, einen halben Tag oder länger. Dazu kommen Sonderausstellungen, Ateliers für Kinder und eine Rekonstruktion eines griechischen Feldlagers mit Festmahl und Kämpfen. Am 7. und 8. August wird ferner ein neuer Raum der ständigen Ausstellung eröffnet: Mit einer ornithologischen Sammlung.

www.musee-vix.fr 

 

Natur pur zwischen Burgund und Champagne 

Die Entdeckung des Pays Châtillonnais sollte man auch nach dem Museumsbesuch fortsetzen. Genauso wie das, was man beim Gang durch die Ausstellungen entdecken kann, ist die Region um Châtillon von der Allgegenwart der Natur geprägt. Die Wälder, die Lebensraum für eine bemerkenswerte Tier- und Pflanzenwelt sind, bedecken fast die Hälfte des Gebiets. Dieses Natur- und Kulturerbe des Waldes, zu dem die Region von Châtillon gehört, wird durch die geplante Einrichtung des elften französischen Nationalparks geschützt. 

Schon heute können Gäste die Ausstellung, die Veranstaltungen und die Freizeitaktivitäten des Maison de la Forêt (Haus des Waldes) anschauen, dem ersten Veranstaltungszentrum, das pädagogische Aktivitäten zum Lebensraum des Waldes bietet. Die Besucher der Region können die weitläufigen Gebiete des Châtillonnais dank des dichten Netzes von Wanderwegen, Reitwegen und Fahrrad- und Mountainbike-Strecken des französischen Radsportverbands nach Belieben durchstreifen. 

Zwischen Burgund und der Champagne ist die Identität des Châtillonnais auch durch die Gastronomie geprägt, unter anderem durch die bekannte Erzeugung der Schaumweine «Grands Crémants de Bourgogne».

 

Mehr Informationen unter: www.tourisme-chatillonnais.fr 

 

Quelle: Christophe Wöhrle für Handelszeitung / Bilanz


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