Bestimmungen für die Einfuhr von Haustieren (v.a. Hunden) nach Frankreich

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Bestimmungen für die Einfuhr von Haustieren (v.a. Hunden) nach Frankreich

Es werden oft falsche Informationen über die Bestimmungen für die Verbringung
von Haustieren nach Frankreich verbreitet. Beachten Sie bitte die untenstehenden
Informationen, die dem aktuell gültigen Stand der Gesetzgebung
entsprechen. Diese Bestimmungen sind ab Grenzübertritt nach Frankreich zu
beachten. Sie gelten auch für einen kurzen Aufenthalt oder für den Transit
durch Frankreich .
Wenn Sie mit Ihrem Tier fliegen möchten, beachten Sie auch
bitte die Bestimmungen der Fluggesellschaft (z.B.: Gewicht des Tieres, Grösse
der Kiste).

Hunde, Katzen und Frettchen

Für das
Mitführen von Haustieren aus Deutschland nach Frankreich gilt die EG-Verordnung
998/2003. Sie legt die Verbringung von Heimtieren zwischen Mitgliedstaaten der
EU oder aus Drittländern in die EU fest.

Folgende Bestimmungen müssen erfüllt sein:

  • Die Tiere müssen genau identifiziert werden können,
    entweder mittels einer Tätowierung oder mit Hilfe eines Mikrochips.
  • Es muss eine gültige Impfung gegen Tollwut vorgenommen
    worden sein. (Erstimpfung: Eine Einfuhr ist erst 21 Tage nach Erstimpfung
    möglich - Auffrischung: die Einreise ist höchstens 1 Jahr nach der letzten
    Impfung möglich, oder länger je nach Impfstoff, muss auf dem Impfpass angegeben
    sein); es gibt keinerlei Ausnahmen vom Impfgebot, auch nicht
    bei jungen bzw. frisch geborenen Tieren.
  • Das Tier muss einen europäischen Pass besitzen (gemäß der
    EG-Entscheidung Nr. 2003/803), der von einem Tierarzt ausgefüllt wurde. Er muss
    die Identifizierung und die gültige Impfung bestätigen.

Anmerkungen
Tollwutimpfungen, die 3 Jahre gültig sind,
sind auch in Frankreich anerkannt, sobald der Impfstoff explizit auf dem
Impfpass angegeben ist. 
Sie benötigen keine Sondergenehmigung mehr, wenn Sie
mit mehr als 5 Hunden nach Frankreich einreisen.
 
Kampfhunde
(nach französischem Gesetz)

In Frankreich wurden bestimmte Hunderassen als gefährlich eingestuft. Es
wurden 3 Kategorien festgelegt, denen die einzelnen Hunderassen zugeordnet
wurden, je nach Einstufung ihrer potenziellen Gefahr, und für die
Reglementierungen gelten.

Kategorie 1: Kampfhunde oder gefährliche Hunde. Zu dieser
Kategorie gehören alle Hunde, die ihren morphologischen Merkmalen nach folgenden
Rassehunden vergleichbar sind und die in keinem vom Internationalen Hundeverband zugelassenen
Stammbuch eingetragen sind.Folgende Rassen fallen in diese Kategorie:

  • American Staffordshire ohne Stammbaum (American Staffordshire Terrier,
    Pit-Bulls)
  • Mastiff ohne Stammbaum (Boer-Bulls)
  • Tosa ohne Stammbaum
  • Staffordshire Terrier

 => Die Einfuhr von (Kampf-)Hunden der ersten Kategorie ist
verboten und wird als Straftat geahndet.

Kategorie 2: Schutz- und Wachhunde. Die Einfuhr und das
Verbringen von Hunden der nachstehenden Rassen sind erlaubt, wenn der Hund in
einem vom Internationalen Hundeverband (www.fci.be) zugelassenen Stammbuch eingetragen ist.

  • American Staffordshire mit Stammbaum
  • Tosa mit Stammbaum
  • Rottweiler mit und ohne Stammbaum (Rottweiler dürfen
    nach Frankreich einreisen. Für sie besteht aber Maulkorb-und Leinenpflicht.)
  • Staffordshire Terrier mit Stammbaum
  • Hunde, die der Rasse der Rottweiler ähnlich sind, ohne Stammbaum

Zu dieser Kategorie gehören auch Rottweiler und Hunde, die ihren
morphologischen Merkmalen nach dem Rassehund Rottweiler vergleichbar sind.
Allerdings benötigen diese Hunde kein Stammbuch. Die Hunde der ersten und
zweiten Kategorie dürfen nicht in öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche
Einrichtungen mitgenommen werden. Im öffentlichen Raum sind Hunde der zweiten
Kategorie von einem Volljährigen an der Leine zu führen und es besteht
Maulkorbpflicht.

Kategorie 3: alle weiteren Hunde

  • Dobermann und deutsche Dogge gehören nicht zu der ersten oder zweiten
    Kategorie. Ihre Einfuhr ist erlaubt. Das Tragen eines Maulkorbes wird aber
    empfohlen. 

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Hund nicht eventuell doch einem
verbotenen Hundetyp zugeordnet werden könnte, raten wir Ihnen, ihn NICHT
nach
 Frankreich mitzunehmen.

Daueraufenthalt: Alle Katzen und Hunde, die mehr als 3
Monate in Frankreich bleiben, müssen identifiziert und in ein innerstaatliches
Register eingetragen werden.

Für die Einfuhr von Vögeln (insbesondere von Papageien und
Wellensittichen), Nagetieren, Ratten, Meerschweinchen und
Kaninchen
werden benötigt:

  • eine Gesundheitsbescheinigung, die weniger als 5 Tage vor der Abreise
    ausgestellt wurde und die bestätigt, dass die Tiere an keiner arttypischen
    Krankheit leiden.
  • eine offizielle Bestätigung des Tierhalters, dass er der Eigentümer der
    Tiere ist und diese nicht verkaufen wird.